Vorgehensmodell cuBISt
cuBISt: cundus Business Intelligence Strategy
cuBISt ist das Vorgehensmodell der cundus AG zur Entwicklung einer BI-Strategie. Die Abkürzung cuBISt steht dabei für cundus Business Intelligence Strategy. Der Strategieprozess nach cuBISt beginnt mit der Ableitung von BI-Vision und strategischen BI-Zielen auf Basis der Unternehmensstrategie sowie der davon abhängigen Teilbereichsstrategien beziehungsweise der IT-Strategie.
In der Phase Planung/Steuerung wird das Unternehmen zunächst aus betriebswirtschaftlicher Sicht betrachtet. Die angewandten Verfahren und Methoden werden hinsichtlich Ihrer Auswirkungen auf die BI-Anwendungslandschaft untersucht. Hierzu zählen unter anderem die Art der Planung oder Hochrechnung, der Kalkulation und der Deckungsbeitragsrechnung, die auf einem hohen bis mittleren Detaillierungsgrad erfasst und systematisiert werden.
Damit einher geht die Identifizierung der Entscheidungsobjekte, wie Kunden, Produkte, Filialen oder interner Organisation. Es handelt sich dabei meist um die betriebswirtschaftlichen Dimensionen in einem multidimensionalen Modell, wie sie für den Aufbau von Analytischen Informationssystemen charakteristisch sind. Verfahren, Methoden und auch Entscheidungsobjekte werden schließlich hinsichtlich Ihrer Wirkung im Managementprozess eingeordnet.
In der Phase Information des Vorgehensmodells werden in „klassischer” Form Informationsbedarf und -angebot abgeglichen, um eine Deckung zu erreichen. Grundlage hierfür bilden Performance-Kennzahlen, die sich aus kritischen Erfolgsfaktoren und den betriebswirtschaftlichen Verfahren und Methoden ableiten lassen.
Es wird bestimmt, welche Informationen zur Unterstützung der Entscheidungsprozesse notwendig sind. Dabei wird bis auf die operativen Geschäftsprozesse herunter gebrochen, da BI-Systeme einerseits auf den Daten operativer Geschäftsprozesse basieren, andererseits im Sinne eines Regelkreises („Closed Loop”), operative Geschäftsprozesse durch BI-Systeme gesteuert werden. Daher wird eine Informationslogistik definiert, die das Zusammenwirken der Informationen von Managementprozessen und operativen Geschäftsprozessen beschreibt.
Für die Bestimmung der Ziel-Architektur werden die spezifischen Eigenschaften von Business Intelligence berücksichtigt. Neben den charakteristischen Analyse- und Navigationsfunktionen für BI-Frontends sind die multidimensionale Modellierung eines übergreifenden Informationsmodells auf hoher Ebene sowie die Ableitung der passenden Systemprozesse, insbesondere für die Datenextraktion und ‑bewirtschaftung.
Diese Phase ist, im Gegensatz zu den vorherigen, stark technologisch geprägt. Sie kann vom zeitlichen Umfang her den größten Anteil eines Strategieentwicklungsprozesses ausmachen, wenn zum Beispiel die gewachsene BI-Landschaft eines Unternehmens aus historischen Gründen sehr heterogen ist. In dieser Phase werden auch die Grundlagen für das Ziel-Softwareportfolio entwickelt
Als mögliche Ergebnisse resultieren eine BI-Governance, die Konzeption der BI-Organisation zum Beispiel in Form eines BICC sowie die BI-Roadmap als stufenweiser Maßnahmenplan, in dem die Umsetzung der Ergebnisse beschrieben wird.



